Gewerbemietrecht · Hamburg
Mietkonto und Zahlungszuordnung prüfen
Ein nachvollziehbares Mietkonto ist die Grundlage für Rückstandsprüfung, Kündigung und Abrechnung. Es sollte Forderungen und Zahlungen nach Monaten und Kostenarten zuordnen. Eine einzelne Gesamtsumme kann wichtige Fehler verdecken.
Soll und Haben trennen
Erfassen Sie Grundmiete, Vorauszahlungen, Steuer und wirksame Anpassungen jeweils mit Beginn. Tragen Sie tatsächliche Zahlungseingänge und vereinbarte Gutschriften ein. Achten Sie auf doppelte Sollstellungen, falsch gebuchte Nachzahlungen und Zahlungen an eine frühere Verwaltung.
Tilgungsbestimmung beachten
Ein Zahlungszweck kann für die Zuordnung relevant sein. Fehlt eine eindeutige Bestimmung, greifen gegebenenfalls gesetzliche Regeln. Zinsen und Kosten können zusätzlich eine Rolle spielen. Eine nachträgliche freie Umbuchung ist nicht in jeder Situation zulässig.
Streitpunkte markieren
Halten Sie bestrittene Mieterhöhungen oder Minderungen getrennt von unstreitigen Beträgen. Das macht sichtbar, wodurch ein Rückstand entsteht. Bei Kündigungsdrohungen sollten Fälligkeit und Verzug für die einzelnen Positionen geprüft werden. Ein rechnerischer Saldo allein beweist noch nicht, dass sämtliche Voraussetzungen einer wirksamen Kündigung erfüllt sind.
Quellen und rechtliche Grundlagen
Stand der Einordnung: 28. September 2026. Allgemeine Orientierung; maßgeblich bleiben Ihr Vertrag und der konkrete Sachverhalt.