Für Ihre Vorbereitung
Checkliste: Unterlagen zur Mietvertragsprüfung
Eine rechtliche Prüfung ist nur so vollständig wie die vorliegenden Unterlagen. Ein einzelner Vertragsentwurf ohne Anlagen kann wesentliche Kosten und Einschränkungen verbergen. Stellen Sie deshalb eine geordnete Vertragsakte zusammen.
Unterlagen sammeln
- Hauptvertrag: Vollständige Fassung einschließlich Unterschriftenseiten und handschriftlicher Änderungen. Vermerken Sie, ob bereits verbindlich abgeschlossen wurde.
- Nachträge: Alle späteren Änderungen mit Datum und zugehörigen Erklärungen. Auch E-Mails über Miete, Fläche oder Laufzeit können relevant sein.
- Anlagen: Grundriss, Baubeschreibung, Kostenkatalog und Hausordnung. Prüfen Sie Versionsnummern und fehlende Verweise.
- Objektunterlagen: Genehmigungen, technische Angaben und vorhandene Übergabeprotokolle. Kennzeichnen Sie unbekannte oder nur mündlich zugesagte Eigenschaften.
- Parteien: Firma, Vertretung und gegebenenfalls Vollmachten. Bei Gründung oder Übernahme gehört die geplante Struktur dazu.
- Wirtschaftliche Daten: Miete, Vorauszahlung, Kaution, Ausbau und gewünschter Beginn. Trennen Sie feste Beträge von Schätzungen.
Prüfziel benennen
Erklären Sie, ob Sie abschließen, ändern, kündigen oder einen Streit lösen möchten. Nennen Sie anstehende Fristen und die wichtigsten wirtschaftlichen Ziele. So kann die Prüfung auf die tatsächliche Entscheidung ausgerichtet werden. Eine bloße Bitte, „den Vertrag einmal anzusehen“, lässt sonst offen, welche Risiken für Ihren Betrieb besonders relevant sind.
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Quellen und rechtliche Grundlagen
Stand der Einordnung: 28. September 2026. Allgemeine Orientierung; maßgeblich bleiben Ihr Vertrag und der konkrete Sachverhalt.