Gewerbemietrecht · Hamburg
Indexmiete im Gewerbe verstehen
Eine Indexklausel koppelt die Miete an eine vereinbarte Preisentwicklung. Im Gewerbe richtet sich ihre Anwendung nach dem Vertrag und insbesondere den Grenzen des Preisklauselgesetzes. Die Wohnraumvorschrift des § 557b BGB darf nicht einfach als vollständiges Regelwerk übernommen werden.
Klausel vor Berechnung
Prüfen Sie verwendeten Index, Bezugsmonat, Ausgangsmiete und Anpassungsmechanismus. Manche Verträge sehen automatische Änderungen vor, andere verlangen eine Erklärung. Hinzu kommen Schwellenwerte, Wartezeiten oder eine nur teilweise Weitergabe der Indexentwicklung. Eine mathematisch richtige Rechnung kann deshalb rechtlich noch nicht fällig sein.
Vergleichbare Indexstände verwenden
Beide Werte müssen aus derselben Indexreihe und auf derselben Basis stammen. Prozentveränderung und Veränderung um Indexpunkte sind nicht identisch. Ein Wechsel des statistischen Basisjahrs darf nicht durch Vermischung alter und neuer Werte behandelt werden. Die Erläuterungen und Rechenhilfen des Statistischen Bundesamts helfen bei dieser technischen Zuordnung.
Nächster Schritt
Notieren Sie die letzte wirksame Anpassung und deren Berechnungsgrundlagen. Verwenden Sie unseren Indexrechner anschließend als Rechenhilfe. Er entscheidet weder über die Wirksamkeit der Klausel noch über den Zahlungsbeginn. Bei einer streitigen Erhöhung sollten Vertragsauslegung und Zahlen getrennt überprüft werden.
Quellen und rechtliche Grundlagen
Stand der Einordnung: 28. September 2026. Allgemeine Orientierung; maßgeblich bleiben Ihr Vertrag und der konkrete Sachverhalt.